Sekundäre Traumatisierung und Mitgefühlserschöpfung in der Sozialen Arbeit

Kostenfreie Fortbildung am Freitag, den 15. Dezember 2017 von 10.00 - 13.00 Uhr. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen und Bezugspersonen arbeiten, die (in)direkt von (sexualisierter) Gewalt betroffen sind.

Referentin: Hedi Gies, Diplom-Sozialpädagogin, freiberufliche Supervisorin, Traumafachberaterin und Systemische Familientherapeutin

Ort: Stadtverwaltung Ludwigshafen am Rhein, Jugendberufshilfe und Straßensozialarbeit, Westendstraße 22 in 67059 Ludwigshafen (Erdgeschoss)

Eine Kooperationsveranstaltung mit den Gleichstellungsstellen des Rhein-Pfalz-Kreises und der Stadt Ludwigshafen am Rhein.

Wegen begrenzter Plätze bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 24. November bei

Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e. V.
Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen
Falkenstraße 17 - 19 in 67063 Ludwigshafen
Telefon: 0621 - 62 81 65
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zum Inhalt der Fortbildung:
Fachkräfte in der Sozialen Arbeit gehen oft über ihre Belastungsgrenzen hinaus.Viele versuchen, alleine mit Belastungen zurecht zu kommen; manche leugnen gar Belastungen.

Insbesondere im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen, die Gewalt erleiden mussten - sei es körperliche oder sexualisierte -, werden eigene Ressourcen und Empathiefähigkeit enorm gefordert. "... wenn wir kein Mitgefühl empfänden und wir nicht durch den Kontakt mit traumatisierten Menschen mit dem Traumamaterial konfrontiert wären, gäbe es keine Mitgefühlserschöpfung. Anders ausgedrückt: der Gegensatz von Mitgefühlsstress oder Mitgefühlserschöpfung ist Unbarmherzigkeit und Gleichgültigkeit." (Hedi Gies)

Darüber hinaus haben Arbeitsbedingungen und Bewältigungsmechanismen erheblichen Einfluss (sowohl positiv als auch negativ) auf Sekundäre Traumatisierung und Mitgefühlserschöpfung. Ein erster Schritt, um sich davor zu schützen, ist, sich Wissen über diese Thematik anzueignen und Gegenstrategien entwickeln. Frau Gies wird zu Beginn einen theoretischen Input setzen und nach Möglichkeit Entlastungsübungen anbieten.

"Sekundäre Traumatisierung ist Niemandes Schuld, es handelt sich um die zutiefst menschliche Konsequenz, dass wir uns kümmern, dass wir liebevoll sind, dass wir hinschauen und uns mit der Wirklichkeit von Gewalt und Traumatisierungen auseinandersetzen," so Hedi Gies.

Zur Referentin:
Hedi Gies, Diplom-Sozialpädagogin, freiberufliche Supervisorin, Traumafachberaterin und Systemische Familientherapeutin, ist u.a. Mitfrau in der Bundesarbeitsgemeinschaft für Traumapädagogik. Sie arbeitete langjährig in der ambulanten und stationären Jugendhilfe. www.supervision-gies.de