Wie kann ich mein Kind vor sexualisierter Gewalt schützen?

Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e.V. bietet ab Januar 2016 eine angeleitete Gruppe für Mütter zu Präventionsmöglichkeiten von sexualisierter Gewalt gegen ihre Kinder an. Für die Abende sind unterschiedlichen Themen geplant wie

  • „Nein sagen“ fördern
  • Wie spreche ich mit meinem Kind?
  • Achtsamkeit und eigene Grenzen

Im geschützten Rahmen finden Übungen zu verschiedenen Themen statt.

Die Gruppe umfasst 6 Abende und findet in den Räumen der Fachstelle statt. Sie wird von einer Fachkraft angeleitet.
Die Kosten liegen bei 30€.

Anmeldeschluss ist der 17.12.2016!

Das erste Treffen findet am 17.01.2016 statt.

 


In Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ludwigshafen am Rhein und des Rhein-Pfalz-Kreises sowie dem Fachschaftsrat des Fachbereich IV der Hochschule Ludwigshafen am Rhein lädt Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e.V. zu einer Veranstaltungsreihe zur Prävention von sexualisierter Gewalt unter Einfluss von K.O.-Tropfen ein. Die Veranstaltungen finden an der Hochschule Ludwigshafen, Standort Maxstraße 29, statt. Der Eintritt ist kostenfrei, wir freuen uns aber über jede Spende zur Unterstützung unserer Arbeit gegen sexualisierte Gewalt.
Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung.

Im Vortrag am Donnerstag, 26.11.2015, 18:00 Uhr, geht es um Hintergrundinformationen. Was sind eigentlich K.O.-Tropfen? Wie gehen Täter vor und wer sind Opfer? Welche Folgen kann das Verabreichen von K.O.-Tropfen haben und wie kann ich mich schützen?

Am Donnerstag, 03.12.2015, 18:00 Uhr, zeigen wir den zdf-Fernsehfilm „Es war einer von uns“. Auf der Geburtstagsparty ihrer Freundin Leonie ist für Johanna die Welt noch völlig in Ordnung. Doch am nächsten Morgen kommt sie verstört und orientierungslos in einem Park zu sich. Sie kann sich an nichts erinnern, hat einen totalen Filmriss – nur eines ist offensichtlich: Sie wurde vergewaltigt. Johanna stellt Anzeige gegen Unbekannt. Eine Untersuchung Ihres Urins ergibt, dass jemand auf Leonies Party K.O.-Tropfen in Johannas Glas geschüttet hat. Man muss also davon ausgehen, dass der Täter aus ihrem Freundeskreis kommt…
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit zum Austausch.

Die Referentin Mareike Ott ist Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin in Ausbildung und Mitarbeiterin bei Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e.V.
Bei Aradia e.V. Landau hat sie bei einer Kampagne zur Prävention von sexualisierter Gewalt unter Einfluss von K.O.-Tropfen mitgearbeitet. Neben Informationsveranstaltungen für verschiedene Zielgruppen hat sie ein Schulprojekt zum Thema konzipiert und durchgeführt.

Über K.O.-Tropfen. K.O.-Tropfen sind Substanzen, die planvoll und gezielt verabreicht werden, um Menschen handlungsunfähig und hilflos zu machen. Täter, die K.O.-Tropfen verabreichen, üben beispielweise sexualisierte Gewalt aus. Es kommen Frauen und Mädchen in unsere Beratung und berichten, dass sie aufwachten und das Gefühl hatten, es sei "etwas Schlimmes passiert". Aufgrund verschiedener Anzeichen befürchten die Betroffenen, vergewaltigt worden zu sein. Am nächsten Morgen haben sie einen “Filmriss”, können sich nicht mehr an das erinnern, was passiert ist. Es ist möglich, dass ihnen K.O.-Tropfen verabreicht wurden.
Ungewissheit und Scham verunsichert betroffene Frauen und Mädchen, sie haben z. B. Angst vor den Reaktionen ihrer Familie oder einer möglichen Schwangerschaft. Sie brauchen Unterstützung: daher muss auch das soziale Umfeld über K.O.-Tropfen und die Folgen informiert sein, um angemessen reagieren können. Und vor allem ist Aufklärung über K.O.-Tropfen notwendig, um Wissen darüber zu verbreiten, wie sich Frauen und Mädchen davor schützen können.


Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) führt die bisher größte Umfrage zum Thema „Diskriminierung in Deutschland“ durch: Bis zum 30. November können sich alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren zu ihren selbst erlebten oder beobachteten Diskriminierungserfahrungen äußern. Die Umfrage soll Diskriminierungen sichtbar machen und in Erfahrung bringen, welche Auswirkungen Diskriminierungen auf Menschen haben und wie sie damit umgehen. Die Ergebnisse der Umfrage und Handlungsempfehlungen wird die Antidiskriminierungsstelle dem Deutschen Bundestag vorlegen.

Lesen Sie mehr im Informationsflyer der Antidiskriminierungsstelle, den Sie hier herunterladen können.

Der Fragebogen kann unter www.umfrage-diskriminierung.de aufgerufen werden. Der Fragebogen liegt mehrsprachig, in Leichter Sprache und auch in Gebärdensprache vor. Er kann auch postalisch bestellt und per Hand ausgefüllt werden.

Webbanner Diskriminierungsstudie


Fortbildung für Fachkräfte der Sekundarstufe I an Schulen,
ab der 6. Klasse
am Donnerstag, den 29. Oktober 2015 von 10.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Haus der Diakonie, Falkenstraße 17-19, in 67063 Ludwigshafen
Referentin: Monika Raab, Mitarbeiterin von Wildwasser und Notruf e.V.

Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0621-62 81 65,
Anmeldeschluss ist der 16. Oktober, kostenfrei!

Das Thema „Sexuelle Übergriffe“ war in den letzten Jahren ein viel diskutiertes gesellschaftliches Thema. Im schulischen Alltag fällt eine direkte und adäquate Reaktion oft schwer. Die Fortbildung soll dazu beitragen, dass Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter und alle die im schulischen Alltag mit Schülerinnen und Schülern zu tun haben, sich mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt – sexuelle Grenzverletzungen“ im geschützten Rahmen auseinandersetzen können und mehr Sicherheit dazu gewinnen. Wesentliche Intention ist es, auf der Basis von grundlegenden Informationen zum Themenbereich, bei den Teilnehmenden einen Auseinandersetzungsprozess in Gang zu setzen, der dazu beiträgt, eine eigene und klare Haltung zu Sexualisierter Gewalt zu entwickeln. Ziele der Fortbildung sind dabei u. a.:

  • Erkennen der eigenen Einstellungen, Vorurteile und Kompetenzen
  • Wahrnehmung und Reflexion der verinnerlichten Bilder zum Thema Sexualisierte Gewalt und sexuelle Grenzverletzungen
  • Sensibilisierung für Gefühle und Handlungsweisen von Betroffenen, für mögliche Folgen sexualisierter Übergriffe für die Betroffenen sowie für ihre Ressourcen
  • Erkennen von Geschlechtsstereotypen und Rollenzuschreibungen
  • Erkennen der individuellen Grenzen und der Grenzen des eigenen beruflichen Handelns durch vorgegebene Rahmenbedingungen sowie Erlernen von Möglichkeiten des Selbstschutzes
  • Praxisbezogene Arbeit anhand von Fallbeispielen

Grundlegendes Ziel der Fortbildung ist die Herstellung von Handlungskompetenzen im Sinne eines sensiblen, vorurteilsfreien und angemessenen Umgangs mit betroffenen Mädchen und Jungen.


Die Fortbildung findet in Kooperation mit den autonomen Frauennotrufen Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur statt.


Mit der Kampagne „Vergewaltigung verurteilen – Ihre Stimme jetzt“ wird Bundesjustizminister Heiko Maas zu einer umfassenden Reform des Sexualstrafrechts aufgefordert. Es existiert ein aktueller Referentenentwurf, der bisher nicht offiziell veröffentlicht wurde, aus dem Justizministerium, der jedoch keinen umfassenden Schutz der sexuellen Selbstbestimmung gewährleistet.

In Deutschland erlebt jede 7. Frau mindestens einmal in ihrem Leben schwere sexualisierte Gewalt. Jährlich werden ca. 8.000 Vergewaltigungen angezeigt. Der Anteil der Frauen, die eine erlebte Vergewaltigung nicht anzeigen, ist sehr hoch und bewegt sich zwischen 85% und 95%. Nur ein Bruchteil der Anzeigen führt zu einer Verurteilung. Die Quote der Verurteilungen sinkt seit Jahren. 2012 erlebten nur 8,4% der Frauen, die eine Vergewaltigung anzeigten, die Verurteilung des Täters.

Sie können die Online-Petition des bff: Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe mit unterzeichnen. Alle Stimmen werden an Bundesjustizminister Heiko Maaß übergeben.