Fortbildung für Fachkräfte der Sekundarstufe I an Schulen,
ab der 6. Klasse
am Donnerstag, den 26. Oktober 2017 von 10.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Wildwasser und Notruf Ludwigshafen, Falkenstraße 17-19, in 67063 Ludwigshafen
Referentinnen: Mareike Ott und Monika Raab, Mitarbeiterinnen von Wildwasser und Notruf e.V.

Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0621-62 81 65.
Anmeldeschluss ist der 16. Oktober, kostenfrei!

Das Thema „Sexuelle Übergriffe“ war in den letzten Jahren ein viel diskutiertes gesellschaftliches Thema. Im schulischen Alltag fällt eine direkte und adäquate Reaktion oft schwer. Die Fortbildung soll dazu beitragen, dass Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter und alle die im schulischen Alltag mit Schülerinnen und Schülern zu tun haben, sich mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt – sexuelle Grenzverletzungen“ im geschützten Rahmen auseinandersetzen können und mehr Sicherheit dazu gewinnen. Wesentliche Intention ist es, auf der Basis von grundlegenden Informationen zum Themenbereich, bei den Teilnehmenden einen Auseinandersetzungsprozess in Gang zu setzen, der dazu beiträgt, eine eigene und klare Haltung zu Sexualisierter Gewalt zu entwickeln. Ziele der Fortbildung sind dabei u. a.:

  • Erkennen der eigenen Einstellungen, Vorurteile und Kompetenzen
  • Wahrnehmung und Reflexion der verinnerlichten Bilder zum Thema Sexualisierte Gewalt und sexuelle Grenzverletzungen
  • Sensibilisierung für Gefühle und Handlungsweisen von Betroffenen, für mögliche Folgen sexualisierter Übergriffe für die Betroffenen sowie für ihre Ressourcen
  • Erkennen von Geschlechtsstereotypen und Rollenzuschreibungen
  • Erkennen der individuellen Grenzen und der Grenzen des eigenen beruflichen Handelns durch vorgegebene Rahmenbedingungen sowie Erlernen von Möglichkeiten des Selbstschutzes
  • Praxisbezogene Arbeit anhand von Fallbeispielen

Grundlegendes Ziel der Fortbildung ist die Herstellung von Handlungskompetenzen im Sinne eines sensiblen, vorurteilsfreien und angemessenen Umgangs mit betroffenen Mädchen und Jungen.


Die Fortbildung findet in Kooperation mit den autonomen Frauennotrufen Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Bildung statt.



Sekundäre Traumatisierung und Mitgefühlserschöpfung in der Sozialen Arbeit

Kostenfreie Fortbildung am Freitag, den 15. Dezember 2017 von 10.00 - 13.00 Uhr. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen und Bezugspersonen arbeiten, die (in)direkt von (sexualisierter) Gewalt betroffen sind.

Referentin: Hedi Gies, Diplom-Sozialpädagogin, freiberufliche Supervisorin, Traumafachberaterin und Systemische Familientherapeutin

Ort: Stadtverwaltung Ludwigshafen am Rhein, Jugendberufshilfe und Straßensozialarbeit, Westendstraße 22 in 67059 Ludwigshafen (Erdgeschoss)

Eine Kooperationsveranstaltung mit den Gleichstellungsstellen des Rhein-Pfalz-Kreises und der Stadt Ludwigshafen am Rhein.

Wegen begrenzter Plätze bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 24. November bei
Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e. V.
Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen
Falkenstraße 17 - 19 in 67063 Ludwigshafen
Telefon: 0621 - 62 81 65, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Zum Inhalt der Fortbildung:
Fachkräfte in der Sozialen Arbeit gehen oft über ihre Belastungsgrenzen hinaus.Viele versuchen, alleine mit Belastungen zurecht zu kommen; manche leugnen gar Belastungen.

Insbesondere im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen, die Gewalt erleiden mussten - sei es körperliche oder sexualisierte -, werden eigene Ressourcen und Empathiefähigkeit enorm gefordert. "... wenn wir kein Mitgefühl empfänden und wir nicht durch den Kontakt mit traumatisierten Menschen mit dem Traumamaterial konfrontiert wären, gäbe es keine Mitgefühlserschöpfung. Anders ausgedrückt: der Gegensatz von Mitgefühlsstress oder Mitgefühlserschöpfung ist Unbarmherzigkeit und Gleichgültigkeit." (Hedi Gies)

Darüber hinaus haben Arbeitsbedingungen und Bewältigungsmechanismen erheblichen Einfluss (sowohl positiv als auch negativ) auf Sekundäre Traumatisierung und Mitgefühlserschöpfung. Ein erster Schritt, um sich davor zu schützen, ist, sich Wissen über diese Thematik anzueignen und Gegenstrategien entwickeln. Frau Gies wird zu Beginn einen theoretischen Input setzen und nach Möglichkeit Entlastungsübungen anbieten.

"Sekundäre Traumatisierung ist Niemandes Schuld, es handelt sich um die zutiefst menschliche Konsequenz, dass wir uns kümmern, dass wir liebevoll sind, dass wir hinschauen und uns mit der Wirklichkeit von Gewalt und Traumatisierungen auseinandersetzen," so Hedi Gies.


Zur Referentin:
Hedi Gies, Diplom-Sozialpädagogin, freiberufliche Supervisorin, Traumafachberaterin und Systemische Familientherapeutin, ist u.a. Mitfrau in der Bundesarbeitsgemeinschaft für Traumapädagogik. Sie arbeitete langjährig in der ambulanten und stationären Jugendhilfe. www.supervision-gies.de


 

 

Die unwiderstehliche Anziehungskraft der Entgeltgleichheit

Die Fairpayistin Henrike von Platen erläutert, weshalb kluge Unternehmen lernen müssen, in Zukunft ohne die alten Rollenklischees auszukommen und warum Entgeltgleichheit alle angeht: Frauen wie Männer, Wirtschaft wie Politik.

“Nicht Ich, sondern wir alle, Männer wie Frauen, brauchen Feminismus – so lange, bis die Unterdrückung der Frauen in der Welt beseitigt ist. Davor steht allerdings noch ein weiter Weg der Ursachenbeseitigung von Entgeltungleichheit sowie des gesamtgesellschaftlichen Wandels hin zu einer Welt, in der beide Geschlechter echte Chancengleichheit leben und erleben.” Henrike von Platen zur Kampagne "Wer braucht Feminismus"

Was kann das neue Gesetz zur Entgeltgleichheit leisten? Was können wir alle dazu beitragen?

Vortrag am Mo, 20.03.2017, 18 Uhr
im Gewerkschaftshaus des DGB
Kaiser-Wilhelm-Straße 7 in 67059 Ludwigshafen.
Der Eintritt ist frei.

Die Referentin Henrike von Platen organisiert den jährlichen Equal Pay Day, den sie mitbegründet hat. 2011 initiierte sie die parteiübergreifende Berliner Erklärung, die sich für eine paritätische und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Wirtschaftsprozessen stark macht.

Der Vortrag wird organisiert von Wildwasser und Notruf Ludwigshafen e.V. in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ludwigshafen am Rhein und des Rhein-Pfalz-Kreises sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund Region Vorder- und Südpfalz.